Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung
Fraktion • 1. November 2026
UWV bringt Neuausrichtung der Wirtschaftsförderung auf den Weg – Gemeinderat beschließt einstimmig Veränderungen
Die Wirtschaftsförderung der Gemeinde Weilerswist muss grundlegend neu aufgestellt werden. In seiner Sitzung am 15. Oktober 2026 hat der Gemeinderat einstimmig die Weichen dafür gestellt, die bisherige Stelle der kommunalen Wirtschaftsförderung in ihrer bisherigen Form nicht fortzuführen. Vorausgegangen war eine Initiative der Unabhängigen Wähler-Vereinigung (UWV), die bereits im Juni einen umfassenden Tätigkeitsbericht über die Arbeit der Wirtschaftsförderung in den vergangenen drei Jahren eingefordert hatte.
Das Ergebnis der Beratungen war eindeutig: Die bisherige Tätigkeit der kommunalen Wirtschaftsförderung konnte den Gemeinderat fraktionsübergreifend nicht überzeugen. Für die UWV ist damit klar, dass nun aus der kritischen Bestandsaufnahme auch konkrete Konsequenzen folgen müssen.
UWV fordert Konsequenzen statt bloßer Kenntnisnahme
Mit ihrem Antrag vom 7. Juni 2026 hatte die UWV-Fraktion Transparenz über die Aufgaben, tatsächlich wahrgenommenen Tätigkeiten und Ergebnisse der Wirtschaftsförderung eingefordert. Der vorgelegte Bericht machte aus Sicht der Fraktion deutlich, dass die bisherigen Strukturen kritisch hinterfragt werden müssen.
„Wenn wir einen Tätigkeitsbericht anfordern, dann darf dieser nicht einfach nur zur Kenntnis genommen werden. Wir müssen aus den Erkenntnissen auch Konsequenzen ziehen. Und diese können nach dem vorliegenden Bericht nur lauten, dass wir die Wirtschaftsförderung in Weilerswist neu und zukunftssicher aufstellen müssen“, erklärte UWV-Fraktionsvorsitzender Uwe Wegner.
Der Gemeinderat folgte dieser Einschätzung einstimmig und beauftragte die Verwaltung, die bisherige Stelle der Wirtschaftsförderung im zukünftigen Stellenplan zu überprüfen. Stattdessen sollen andere Aufgabenbereiche innerhalb der Gemeindeverwaltung gezielt gestärkt werden.
Für die UWV ist dies ein wichtiger Schritt hin zu einer wirtschaftlicheren und bedarfsgerechten Personalorganisation. Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, die Wirtschaftsförderung als kommunale Aufgabe aufzugeben, sondern vorhandene Ressourcen dort einzusetzen, wo sie tatsächlich einen Mehrwert schaffen.
Doppelstrukturen vermeiden – Zusammenarbeit mit dem Kreis intensivieren
Ein wesentlicher Bestandteil der Neuausrichtung soll die engere Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung des Kreises Euskirchen werden. Der Bürgermeister soll nach den Vorstellungen der UWV eine intensivere Kooperation anstreben, um vorhandene Kompetenzen, Netzwerke und Unterstützungsangebote stärker für Weilerswist zu nutzen.
Wegner sieht darin sowohl Einsparpotenziale als auch Chancen für eine wirksamere Wirtschaftsförderung:
„Wir tun gut daran, Doppelstrukturen in Kreis und Gemeinde zukünftig zu vermeiden. Gerade in Zeiten der chronischen Unterfinanzierung unserer Kommunen müssen wir Ausgaben kritisch hinterfragen und vorhandene Ressourcen effizienter einsetzen. Gleichzeitig sollten wir die Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen Institutionen, insbesondere dem Kreis Euskirchen, konsequent ausbauen. Nicht jede Aufgabe muss von jeder Kommune mit eigenen personellen Strukturen erfüllt werden.“
Wirtschaftsförderung bleibt wichtige Zukunftsaufgabe
Trotz der bevorstehenden Veränderungen betont die UWV die große Bedeutung einer leistungsfähigen Wirtschaftsförderung. Gerade angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sei es wichtiger denn je, bestehende Unternehmen zu unterstützen, Arbeitsplätze zu sichern und neue wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen.
Bereits in ihrem ursprünglichen Antrag hatte die UWV konkrete Handlungsfelder benannt. Dazu gehören verlässliche Ansprechpartner für Unternehmen und Existenzgründer, die Digitalisierung von Verwaltungsabläufen, ein aktives Leerstandsmanagement, die Stärkung des örtlichen Einzelhandels sowie eine bessere Vermarktung des Wirtschaftsstandortes Weilerswist.
„Unsere heimischen Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, bilden junge Menschen aus und tragen mit ihren Gewerbesteuern zur Finanzierung unserer kommunalen Aufgaben bei. Sie verdienen eine Verwaltung, die ihre Anliegen ernst nimmt, pragmatisch handelt und wirtschaftliche Entwicklung aktiv unterstützt“, unterstreicht Wegner.
Weniger eigene Verwaltungsstrukturen bedeuten deshalb keineswegs weniger Wirtschaftsförderung. Vielmehr verbindet die UWV mit der Neuorganisation den Anspruch, vorhandene Möglichkeiten gezielter und wirksamer einzusetzen.
Von der UWV-Initiative zum einstimmigen Ratsbeschluss
Für die UWV zeigt die gemeinsame Haltung des Rates, wie wichtig eine konsequente politische Kontrolle und sachorientierte Weiterentwicklung der Verwaltungsarbeit sind. Ausgehend vom eigenen Antrag wurde zunächst Transparenz geschaffen, anschließend der Handlungsbedarf bewertet und schließlich eine konkrete strukturelle Veränderung angestoßen.
„Wir haben nicht einfach pauschal Einsparungen gefordert, sondern zunächst die Fakten auf den Tisch bringen lassen. Anschließend haben wir die notwendigen Konsequenzen eingefordert. Dass der gesamte Rat diesen Weg mitträgt, ist ein wichtiges Signal für eine sachorientierte Kommunalpolitik“, so Wegner.
Für die UWV verbindet der Rat mit seiner Haltung zwei zentrale Ziele: einen verantwortungsvollen Umgang mit öffentlichen Mitteln und die Stärkung der wirtschaftlichen Zukunftsfähigkeit der Gemeinde.
„Wir wollen eine starke Wirtschaftsförderung für Weilerswist – aber keine unnötigen Doppelstrukturen und keinen Personalaufwand, der nicht durch entsprechende Ergebnisse gerechtfertigt ist. Mit unserer Initiative haben wir die Grundlage geschaffen, Wirtschaftsförderung zukünftig wirtschaftlicher, zielgerichteter und wirkungsvoller zu organisieren. Das ist gut für unsere Unternehmen, gut für den Gemeindehaushalt und gut für die Zukunft von Weilerswist“, fasst Uwe Wegner zusammen.
Text: KI-unterstützt
Foto:
markusspiske
auf
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